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10. Januar 2018

Anruf aus dem Bundeskanzleramt - BKA warnt vor neuer Form des "CEO-Betruges"

Erst im Dezember 2017 hat das BKA gemeldet, dass ein bedeutender Ermittlungserfolg im Hinblick auf die sog. "CEO-Betrüger" gelungen sei und sechs Personen festgenommen wurden, die aus einem israelischen Appartment mit der "Chefmasche" einen Schaden von 175 Millionen bei Unternehmen verursacht haben sollen. Bei dem sog. "CEO-Fraud" rufen die Täter meist in der Buchhaltung der Unternehmen an, geben an der Geschäftsführer (CEO) des Unternehmens zu sein und versuchen Angestellte dazu zu bringen, Firmengelder ins Ausland zu transferieren. Insgesamt sollen deutschen Unterenhmen hierbei bereits Schäden von bis zu einer Milliarde Euro entstanden sein.

Aktuell warnt das BKA nunmehr vor einer neuen "Betrugsmasche". So häuften sich Fälle, in denen ein angeblicher Mitarbeiter des Bundeskanzleramtes Kontakt zu Firmen aufnimmt und sich sich als persönlicher Referent eines Abteilungsleiters im Bundeskanzleramt ausgibt. Nach der Bitte um ein persönliches Gespräch mit der Geschäftsleitung werde behauptet, dass er im Auftrag des sicherheitspolitischen Beraters der Bundeskanzlerin anrufe, die für den Freikauf deutscher Geiseln erhebliche Beträge benötige und hierbei auf Spenden aus Industrie und Wirtschaft angewiesen sei, da noch 40 Millionen Euro fehlen würden. Obwohl das beschriebene Vorgehen des angeblichen Kanzleramtsmitarbeiters und das Setting der Geiselbefreiung abenteuerlich anmutet, wird es offenbar mit erheblicher Überzeugungskraft vorgetragen.

Auch hier gilt also: Mitarbeiter und Verantwortliche für die Gefahren sensibilisieren und aufmerksam bleiben!

Quelle: Bundeskriminalamt

 

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