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10. Mai 2007

Bundeskriminalamt veröffentlicht Polizeiliche Kriminalstatistik 2006

Das Bundeskriminalamt hat die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2006 veröffentlicht. In der PKS werden die von der (Kriminal-) Polizei bearbeiteten Verbrechen und Vergehen einschließlich der mit Strafe bedrohten Versuche und die von der Polizei ermittelten Tatverdächtigen erfasst.

Während die Kriminalität insgesamt zurückgegangen ist (minus 1,4% im Vergleich zu der im Vorjahr erfassten Anzahl von Straftaten), steigen die Fälle im Bereich der Wirtschaftskriminalität weiter

Wirtschaftskriminalität i. S. der PKS sind die Gesamtheit der in § 74c Abs. 1 Nr. 1 bis 6b GVG aufgeführten Straftaten, jedoch ohne Computerbetrug und Straftaten ohne Bezug zum Wirtschaftsleben.

Im Jahr 2006 wurden 95.887 Fälle von Wirtschaftskriminalität erfasst, 6.663 Fälle (7,5%) mehr als im Jahr zuvor.

Die Aufklärungsquote lag bei 96,4% (2005: 95,4%). Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Dunkelfeld im Bereich der Wirtschaftskriminalität, also die Anzahl unentdeckter Straftaten, groß ist.

Im Bereich der Wettbewerbs-, Korruptions- und Amtsdelikte ist die Zahl der von der PKS erfassten Fälle noch deutlicher gestiegen: Während im Jahr 2005 noch 5.532 Fälle verzeichnet wurden, waren dies 2006 knapp 9% mehr, nämlich 6.027.

Ein beachtlicher Anstieg von 35% auf 478 Fälle war bei der Bestechung und Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr (§§ 299, 300 StGB) zu verzeichnen. Die Fallzahl der Vorteilsannahme und Bestechlichkeit durch Amtspersonen stieg hingegen mäßiger an – um 8% auf 1.079.

Quelle: Bundeskriminalamt, Polizeiliche Kriminalstatistik 2006

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