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6. Februar 2011

Strafverteidigungskosten als Werbungskosten

Das Finanzgericht Rheinland-Pfalz hat mit Beschluss vom 15.04.2010 erneut entschieden, dass die Kosten der Strafverteidigung bei den Einkünften aus nichtselbständiger Arbeit als Werbungskosten berücksichtigt werden müssen, wenn diese Aufwendungen durch den Beruf veranlasst sind.

 

Ein derartiger beruflicher Zusammenhang besteht regelmäßig, wenn die dem Steuerpflichtigen vorgeworfene Tat ausschließlich und unmittelbar aus einer betrieblichen oder beruflichen Tätigkeit heraus erklärbar ist bzw. durch sein berufliches Verhalten verursacht ist (so auch schon der BFH am 19.02.1982; wistra 1982, 195). Dies gilt selbst dann, wenn es im Falle einer vorsätzlich begangenen Straftat zu einer Verurteilung gekommen ist.

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